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Silvaner oder Rivaner

Noch vor kurzem habe ich Meidling als kulinarisches Niemandsland angesehen, mittlerweile finden sich aber doch einige wirklich besuchenswerte Essplätze auf meiner kulinarischen Landkarte: das Basilikum, das Styria, die Goldmarie und für mich neuerdings auch das Gasthaus Stafler, geführt von einem nun mehr hier lebenden Südtiroler. Ganz ohne Rauch serviert er mir hier eine feine Schinkenschöberlsuppe, Eisacktaler Kasknödel mit einem Krautsalat und knusprigem Speck. Ich bestelle keinen Südtiroler Wein, sondern und den Rivaner 2009 vom Gut Spielauer aus Baumgarten am Wagram. Ich kenne weder den Winzer noch die Rebsorte und freue mich über ein großartig zum Essen passendes Glas,  ideal temperiert. Die alte Gaststube, perfekt erhalten und gepflegt, bietet mit seinen mit Tischtüchern gedeckten Tischen und dem kompetenten Service eine Ess-Situation, die mich an den alten Schlusche in Hietzing erinnert. Lediglich das Publikum ist anders, jung und anspruchsvoll.  Auch das ist Meidling.

Beim Gehen frage ich den Wirt nach dem verkosteten Wein und bekomme eine umfangreiche Erklärung zum Silvaner geliefert. Verwirrt und unsicher, was ich da eigentlich wirklich probiert habe,  sitze ich jetzt vor meinem Bericht und muss wohl rasch wieder hin, um das Rätsel zu lösen.

Schwarzer Trüffel und Golser Muskat

Der zweite Wiener Bezirk ist geprägt von meinen Kindheitserinnerungen. Schließlich bin ich dort aufgewachsen und habe bis zum Ende der Volksschule im Zweiten gelebt. Aus der Ferne betrachtet hatte ich dann lange Zeit das Gefühl, dass es mit diesem Bezirk bergab geht. Doch das ist schon lange nicht mehr so. Der zweite Bezirk ist erwacht. Sympathisch, einladend zum Erkunden. Mit seinen teils verschwiegenen, verwinkelten Gässchen lädt er zum Erforschen ein. Ein Tipp eines ortskundigen Mitarbeiters führte mich letzte Woche in das Ristorante Schuppich in der Rotensterngasse 18. Diesen Beitrag weiterlesen »

Weissenkirchen im März

[singlepic id=8 w=320 h=240 float=left]Die Kirchenwirtin Frau Köck hat ihre Küche erst wieder seit ein paar Tagen in Betrieb, während der Wintermonate kann man hier nur wohnen, wobei das Wort „nur“ unpassend ist. 4 Etagen hat das Haupthaus, das vor 20 Jahren von einem Privathaus zu einem Gasthaus und dann auch noch zu einem Hotel mutiert ist, anzubieten.

Herr Köck zeigt uns vom Keller bis zum Dach jeden reizvollen Winkel, der Weinbau ist hier allgegenwärtig. Seine Gäste lieben die Möglichkeit aus einer breiten Auswahl der Weissenkirchner Winzer zu wählen und gegenzukosten.

Die in den 500 Jahre alten Mauern eingepassten Dependancen Arkadenhof und Gellerhaus lassen eine Zeitreise mit aktuellem Komfort zu. Ein alter Weinkeller ist hochtechnisierter Seminarplatz.

Die Küche der gelernten Fleischhauer hat gestern große Freude gemacht,  die 2009er Steinfeder vom Stierschneider hat zu den Spinatknödeln genauso gepasst, wie zu den Bratwürsten mit Sauerkraut. Schade nur,  für die Donauterrasse war es viel zu kalt.