Steirischer Wein und japanische Küche – it works!

Ein wenig versteckt ist es schon, das kleine japanische Restaurant SOSAKU in der Neustiftgasse 24, im 7. Wiener Gemeindebezirk. Aber wir haben es aufgrund einer Empfehlung gesucht und auch gefunden. Gelobt wurde die angeblich tolle österreichische Weinkarte – und die gute Küche. Wir bekamen gestern Abend ohne Reservierung einen Tisch. Bei nur acht Tischen tatsächlich ein wenig Glück. Die wenigen Tische schlagen sich in Kombination mit Serviceprofi Matthias Gazso sehr positiv nieder.

Nachdem unser Wunschwein (ein Gelber Muskateller vom Neumeister) nicht mehr verfügbar war, empfahl man uns den Gelber Muskateller von Tement. Das kurze Zögern von uns führte sofort dazu, dass man uns den Wein vorab kosten ließ. Er überzeugte und eine Flasche wurde geordert. Der Gelbe Muskateller 2009 von Tement ist mit 12% Alkohol sommerlich erfrischend. Bukett und Abgang erinnerten an Marille und Anklängen von Stachelbeere. Der Muskat Geschmack stand dezent bei und war nicht dominant im Vordergrund. Wir hatten die Wahl nicht bereut.
Zum Wein genoss ich als Vorspeise Avocadoravioli mit Thunfischtartar und kurz gebratenen Thunfisch auf Melone. Die Hauptspeise – ein Seeteufel auf Balsamico-Teriyakisauce und Noriblattröllchen mit Walnusspesto – war eine Sensation.

Zum Abschluss gönnten wir uns auf Anraten des Servicechefs Matthias Gazso einen Rubin Carnuntum (Zweigelt) 2008 von Gerhard Markowitsch. Ein gehaltvoller und fruchtiger Rotwein. Am Gaumen fanden wir Anklänge von Heidelbeeren und Orangenessenzen, vielleicht auch mit einem Hauch an Schokolade. Ein perfektes Dessert!

Das SOSAKU gibt es seit mittlerweile 4 Jahren in der Neustiftgasse. Die Köche Lingh Do Ngoc und Mai Nguyen Thi Phuong und der Servicechef Matthias Gazso arbeiteten zuvor in einem bekannten japanischen Sushitempel. Im SOSAKU geht es deutlich familiärer zu – aber in sensationeller Qualität. Und das Service war beeindruckend. Unser Weinglas wurde immer korrekt nachgeschenkt – nicht zu früh und nie zu spät. Einmal ging uns die Kerze aus. Keine Minute später stand eine neue Kerze da. Und bei 70 Euro für Vorspeise, Hauptspeise, eine Flasche Wein und ein Abschiedsachterl für zwei Personen kann man nur über ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis berichten. Zudem durften wir uns eingangs über einen Gruß aus der Küche und ein Abschiedsschnapserl freuen. Wir kommen ganz sicher wieder.

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