Tag des Steirischen Weines 2012 im MQ

Ganz besonders schätzt Wolfgang Obermaier die Steiermark und noch mehr die Kraft die von dieser Region ausgeht. 18 Euro Eintritt sind kein Hinderniss, nein im Gegenteil, sie werden als günstig empfunden. Karten zu verschenken um gut besucht zu sein hat er bei Gott nicht nötig, erzählt er. Die beiden Hallen sind voll mit zahlender und hochinteressierten Besucher, angezogen von Herrn Obermaier, den 64 steirischen Winzern und der Magie die eine Steiermark einfach mitbringt.

[portfolio_slideshow timeout=4000 exclude=1744,1745,1746,1747,1749,1750,1741,1740,1739,1733,1732,1734,1735,1736,1737]

Die Neugierde auf die Fassproben des 11er Jahres hat vielleicht besonders viele Besucher angelockt, vielleicht auch die einfache Vergleichsmöglichkeit. Jedenfalls war das Weiterkommen von Tisch zu Tisch Schwerarbeit. Naturgemäss auch keine langen Gesichter bei den Winzern, sehr viel Freude und Stolz, zu Recht!

Gespannt warten wir auf die Herzensangelegenheit von Ing. Georg Regele die Probe vom Morillon.Frau Francina Elise VAN VELDEN kostet sich durch das Angebot des Weingutes.

Ehrenhausen liegt zwischen Graz und Marburg, erreichbar nach der Abfahrt Leibnitz, dem Navi würde ich Ewitsch 34 eingeben. Die Webseite zeigt Steilhänge und eine lange Sorten-Liste. Heute gibt es neben dem „Untertischwein“ Morillon auch Weissburgunder, Welschriesling Kranachberg, Sommerrosé Zweigelt, Gelben Muskateller Sulztaler Sulz, Sauvignon Blanc Sulztaler Sulz, Grauen Burgunder Sulztaler Sulz und Traminer zu kosten. Darüberhinaus auch Muskatellersekt, den die Verkosterin lobt, da sich der Muskatton sehr zurück hält. Blanc de Blancs liegt ihr deutlich mehr. Champagner raunt Frau Van Velden.

Sie freut sich nicht wirklich auf die Probe vom Rosé und ist dann doch positiv überrascht. Der Preis € 5,80, also wohlfeil! Den Welschriesling kostet sie mir zu Liebe und zeichnet ihn freudig als schönen Welsch aus und vergleicht ihm mit Klaviermusik. Kräftige Säure meldet der Gaumen beim typischen Weissburgunder und Freude bereitet der leichte und sehr gut trinkbare Muskateller.

Morillon dürfte wohl nicht zu ihren Lieblingssorten zählen, eine kleine Enttäuschungsfalte auf der Stirne von Herrn Regele verfliegt sofort da der Sauvignon Blanc Sulztaler Sulz als besonders schön eingebunden beschrieben und gelobt wurde. Nicht dabei war diesmal der Grauburgunder, dafür machte der auch nicht so laute Traminer mit 13,5% einen großartigen Eindruck. Sehr frisch auf der Flasche der heftige Reinriesling.

Zum Abschluss ein Traminer Auslese. Ing. Regele beliefert den Handel, man findet seine Weine im Gourmet Spar und Billa und bewirtschaftet mit 12 Mitarbeitern 17,5 ha und kauft 50 ha zu.

Wein aus Graz „Eine Rarität“ hier präsentiert von Gaby Schaar unterstützt von Rudolf Thomas Spari dem Schilchermaler. Verkostet hat für uns Mag. Johannes Muchitsch, Patron der Schlossvilla Miralago am Wörtersee.

Der Betrieb Weinhof Florian wird geführt von Harald Florian, der 18 ha in 7 verschiedenen Gemeinden und vier Bezirken der Weststeiermark bewirtschaftet. Die Grazer Gärten sind eine Besonderheit der Pinot Blanc – GRAZioso, Pinot Gris – GRAZiosa und Welschriesling  – GRAZil kommen von dort.

Der von Mag. Muchitsch so hochgelobte Zweigelt Barrique allerdings aus einer Lage in der Umgebung von Graz. Sehr großen Anklang bei seinen Gästen im Restaurant findet der Gelbe Muskateller, er wird uns als absolut extremer 150% tiger Muskateller beschrieben und wird erfolgsmässig hart verfolgt vom ebenfalls überaus beliebten Sauvignon Blanc.

Nicht Thema dieser Verkostung ist naturgemäß der Schilchersturm der aber auf Grund seiner besonderen Güte das Hauptgeschäft vom Weingut Florian darstellt.

Genießerhof Schauer steht auf der Karte von Stefan Schauer. Er ist Absolvent der Wein-Marketing HAK in Leibnitz/Silberberg, hat dann die Welt und deren Weingüter bereist und bearbeitet und studiert jetzt neben seiner Arbeit berufsbegleitend in Wien an der BOKU „Weinbau, Önologie und Weinwirschaft“.

Kitzeck im Sausal in der Südsteiermark ist die Heimat des Familienbetriebes Schauer deren Führung Elisabeth und Karl in der 22. Generation agieren. Im Jahre 1640 wurde der Hof erstmals urkundlich erwähnt und seit 1752 bewirtschaften die Schauers den Greith Hof, so steht es auf deren Webseite. Hier hat Stefan Schauer möglicherweise einen der besten Plätze ergattert, schaut er doch genau zum Eingang der Veranstaltung, man kann ihn also unmöglich übersehen. Beim Tisch vom Stefan Schauer treffen wir seinen Studienkollegen von der BOKU,  Rudolf Fiegl der die Schauer-Weine verkostet und sich als Weißwein-Typ bezeichnet. Er selbst ist Wagramer Weinbauer mit ½ ha Anbaufläche. Den Welschriesling findet er elegant und ausbalanciert . Nach dem Praktikum in der USA hat er die Vielfalt der österreichischen Weine ganz besonders zu schätzen gelernt.

Der Sauvignon blanc Klassik mundet – ein schöner Wein, ganz typisch, elegant in der Nase und nicht aufdringlich (ohne Katzenpisse) – ein Paradebeispiel für einen Sauvignon. Aber der Grauburgunder ist sein Favorit. Toller Wein!

Kommentieren ist momentan nicht möglich.