Die Dankbarkeit für schönes Wetter und guten Wein!

Langsam zweifeln wir an der Richtigkeit der Wahrnehmung; die Runde, die wir bei Mike´s Radverleih in der Podersdorfer Strandgasse 9 begonnen haben, hat uns zu allererst mit Gegenwind am See entlang bis zu einer Stichstrasse geführt, die dann beim Seebad endend mit absolutem Gegenwind den Eindruck einer Steilstrecke hinterlassen hat. Immer fahren wir gegen den Wind.
Die Wirtsfamilie wird den ersten Probetag der neuen Saison gut überstehen, deutlich spürt man die Vorfreude auf eine kommende gute Saison, der knisternde Holzofen hat in der noch durchgekühlten Halle durchaus seine Berechtigung, wir haben den sonnig, windigen Garten vorgezogen. Lange bleiben wir nicht, wir lassen uns jetzt vom Wind den Damm zurück bis Illmitz blasen und quälen uns dann gegen den Wind zurück nach Podersdorf. Schon wieder hat er gedreht, sich gegen uns gestellt. Heftig bläst er uns den Winter aus den Knochen, und die Sonne hat durchaus Kraft. In der Ferne sehen wir die Schirme der surfenden Kiter tanzen.
 
Das Weingut Kummer in Mönchhof bittet uns in den Keller und zeigt alte Fässer mit Aufschriften, die an vergangene Höhepunkte im Familienleben erinnern. Ganz hinten die Inoxtanks.
12ha bewirtschaftet die Familie jetzt schon in dritter Generation Mama Kummer lässt uns und ihren Sohn, meine Entdeckung vom Jungwinzertag, der Reihe nach Welschriesling, Grünen Veltliner, Sauvignon Blanc, Pinot Blanc und Chardonnay verkosten. Da sind sie wieder, die Geschmackstöne der überreifen Früchte! Voll bestätigt sich der Eindruck, den ich vom MQ mitnehmen durfte. Jetzt kommen wir zu den Roten, Zweigelt 08, St.Laurent 07 und Pinot Noir sind wunderbare Beispiele, reinsortig und aus den alten Holzfässern, keine fremden Töne verändern den Geschmack – ein Genuss. Besonders gut hat mir der erstaundlich hell gewordenen Pinot Noir gefallen, mild und sämig, das macht mir Freude. Der Syrah 06 hat mich wirklich erstaunt, unbekannte Geschmackstöne und Duftnoten laden zu weiteren Verkostungen ein. Zum Nachprobieren lassen wir einige Flaschen verpacken.
Den Tag haben wir in Podersdorf im Gasthaus zur Dankbarkeit beschlossen, das Ambiente und die außergewöhnlich gute Küche hat uns dafür entschädigt, dass wir es einfach nicht mehr geschafft haben das Angebot gereifte Pinot noirs verschiedener älterer Jahrgänge glasweise zu verkosten, wahr zu nehmen. 

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