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Veltlinertag im MQ 2012

Veltinertag im Museumsquartier 2012Da uns schon letztes Jahr die Veltliner-Veranstaltung von Wolfgang Obermaier sehr gefesselt hat, wollten wir heuer keineswegs daran vobeigehen und sind schon um 15:00 mit dem Kostglas in der Hand vor dem ersten Verkostungstisch gestanden.

Auffallend war die große Anzahl an wirklich fachkundigen und hochinteressierten Verkostern, die bereits bei den Tischen diskutierend standen und ihre Notitzen verglichen. Das Kosten – Nutzenverhältis und die Eigenheiten dieses Jahrganges waren die Hauptthemen in unseren lauschenden Ohren. Nicht nur Gastronomieprofis nutzten die Chance sich der Rebsorte bewusst zu nähern, auch viele private Kenner nahmen diese Gelegenheit war.

Der Winzer Anton Wöber aus ZiersdorfZiersdorf und Großkruth Seite an Seite, der erste Verkostungstisch natürlich auch umringt von interessierten Kostern, das Weingut Wöber und Späth, Seite an Seite. Wir kommen mit Herrn Anton Wöber aus Ziersdorf ins Gespräch und  treffen dort auf Mag. Thomas Burg dem Betreiber der „Faktorei für Grünen Veltliner“ hier in Wien.

Veltliner SUR LIE ist hier Thema großartig der Duft und die Fruchtigkeit, Anton Wöber weist uns darauf hin, dieser wunderbare Effekt ist besonders im ersten Halbjahr präsent und verflacht dann etwas. Erreicht wird dieser Geschmackston und die Fruchtigkeit durch das Liegen auf der Hefe, wird uns von Anton Wöber erklärt. Zu trinken bekommen Sie Weine vom Weingut Wöber hier in Wien im Kult-Beisl  „Stomach“ in der Seegasse im 9ten. Faktorei für grünen VeltlinerWir verkosten hier auch den Roten Veltliner der sich im Gegensatz zum grünen Veltliner wohl erst nach einem Jahr zu öffnen beginnt und für den durchaus 5-6 Jahre Lagerung vom Winzer empfohlen werden. Mag.Thomas Burg, Kenner und Veltliner- Exporteur und Botschafter, besonders in Deutschland und Holland empfiehlt den Grünen Veltlinder End des Berges lobt Extrakt und Körper und die in diesem Jahr so rare Säure.

 

Schon wenige Meter weiter stehen wir sozusagen in Poysdorf und dürfen mit dem dortigen Winzer  Rainer Schuckert plaudern und kosten uns duch sein Angebot uns gefällt der Grüne Veltliner DAC Selektion den sie im Weingut Schuckert-Onlineshop um € 8,50 ordern können.Grüner Veltliner Sehr gut gefällt uns auch der Grüne Veltliner leicht & fruchtig, möglicherweise einer unserer nächsten Sommerweine, erhältlich um € 4,50 ab Hof. Rainer Schuckert erzählt von den Lagen „Alten Geringen“ und „Neuen Geringen“ und erklärt uns den Ursprung dieser Lagenbezeichnungen. Dem Land etwas abzuringen ist wohl damit gemeint und beleuchtet die Hintergründe des Weinbaus in Poysdorf und die harte Arbeit bis zum Erfolg. Auf seinen 20 ha wachsen über 50% Grüner Veltliner. Der Verkoster und Weinprofi Kurt Müllechner, bei dieser Veranstaltung auf der Suche nach einer sehr guten Veltliner Reserve unter € 12,00 wird hier nicht fündig obwohl er den Wein geschmacklich doch sehr hoch bewertet. Rainer Schuckert hält es für nicht sehr wahrscheinlich, daß man einen DAC Reserve unter diesem Flaschenpreis bekommen kann. Der Preis scheint  für die hier verkostenden Besucher zwar auch ein Thema zu sein, vordergründig geht es hier aber doch um den Gaumen und die Lust auf eine eigenständige und persönliche Entdeckung.

Mag. Thomas Burg hat uns geraten eine Besuch beim Tisch vom Weinhof Pollak nicht zu vergessen. Seine Entdeckung dort, die vom Winemaker René Pollak gestalteten Grünen Veltliner Primus und Secundus  des Weingutes Valerie Studt-Stolberg die als Ur-Urenkelin von Kaiser Franz Josef I die mit Pollaks  Unterstützung an die Traditionen der ehemals Kaiserlichen Weingüter anknüpt. René Pollak ausgebildet in der Kremser Schule, hat zusätzlich mit einer Ausbildung als Optiker eine seltene Kombination und eine interessante Kompetenz. Die hefetrüben Fassproben lassen sehr Gutes erahnen. Da fällt mit ein und wenn ich mich recht erinnere hat, einige Sommer zurück, mir eine Grüner Veltliner vom Weingut Pollak sehr große Freude zu einer Forelle im Restaurant „zum Blumentritt“ in St.Ägyd gemacht. Wir haben auch den 2011 Weinviertel DAC Stoanan vom Gut Pollak, der um € 6,40 ab Hof angeboten wird verkostet und sehr genossen. Wir danken Thomas Burg für die Empfehlung und geben sie hier weiter!

Jetzt bremst uns das Weingut Johann Topf aus dem schönen Strassertal und wir plaudern dort mit der Familie Matlschweiger aus Wels, die diese Veranstaltung zur Wissenserweiterung zu Gunsten ihres Cateringunternehmens bereist haben. Christoph Matlschweiger ist hier auf der Suche nach einer Steigerung zu seinem Lieblingsveltliner des Weingutes Sax aus Langenlois und hat sich zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht auf einen bestimmten Winzer festlegen wollen. Gegenkosten kann er die Weine nicht, das Gut Sax ist hier nicht vertreten. Insgesamt macht die ganze Familie eine sehr zufriedenen Eindruck, auch für die Mutter Monika Matlschweiger hat sich die Reise gelohnt.

Hans Peter Topf macht uns mit dem Grünen Veltliner DAC  Wechselberg Lösslage, bekannt und erzählt von seinen Neuseeland Erfahrungen. Wir kosten auch die Reserve Erste Lage DAC Grüner Veltliner Ofenberg vom Urgesteinsboden erhältlich ab Hof um € 22,90. Uns haben die Johann Topf Weine sehr gut gefallen, in unseren Plaudereien mit den Besuchern haben nahezu alle Befragten das Gut Joann Topf als besondere Empfehlung auf dieser Verkostung genannt.

Dagmar Reinberger vom Gut Alfred und Dagmar Reinberger aus Grafenwörth lässt uns den Grünen Veltliner Brenner aus südlicher Hanglage probieren. Sandig, würzig beschriebt sie ihn für uns gut verständlich. Sie erzählt, bei diese Veranstaltung ist sie jedes Jahr und das Interesse an Ihren Weinen ist, das können wir sehr gut sehen, groß. Wir verkosten noch den Grünen Veltliner  Fumberg vom tiefgründigen Löss und den Roten Veltliner von den Lössterrassen dessen Frucht uns ganz besonders gut gefallen hat.

Michaela Sandler mit besonderer Freude und großem Einsatz hier im Dienst für die Domäne Wachau aus Dürnstein und lässt 3 bereits abgefüllte Lagenveltliner und 2 Fassproben verkosten. Ihre Aufgabe im Shop des Gutes und als Führerin in den Kellern macht Sie mit ebensolcher Freude und Energie auf deutsch und englisch berichtet sie nebenbei. Wir können uns das sehr gut vorstellen.

Für die Beurteilung der Weine bekommen wir Unterstützung von Günther Schweiger,

einem überaus genauen und fleissigen Verkoster dieser Veranstaltung. Er berichtet, 120 Weine zu kosten ist er absolut in der Lage, wobei er wohl gesteht, bei Nummer 80 kann Ihn wohl eine kleine Depression zurückwerfen. Sein Geheimnis: Immer spucken, ein klarer Kopf die Grundvoraussetzung.

Er beurteilt die Domäne Wachau pauschal als Anbieter besonders  sauber gemachter Weine und weist auf seine Favoriten den Grünen Veltliner Steinfeder Hochrain mit seiner hohen Extrasüße als sehr guten Speisebegleiter hin. Für Michaela Sandler ist der Grüne Veltliner Federspiel Kollmitz der Favorit.

Wir können uns nicht entscheiden und kämpfen uns durch das mittlerweile unglaublich intensiv gewordene Getümmel weiter zu Franz Leith aus Fels am Wagram der im Dauerfeuer der Koster steht und sich seiner Rolle als besonders hochbewerteter Winzer mit besonders hochgeschätzten Weinen durchaus bewusst ist. Der Grüne Veltliner Schafflerberg, sowie der Brunnthal Erste Lage und der Scheiben Erste Lage werden uns als die absoluten High Lights der heutigen Veranstaltung von etlichen Verkostern genannt. Kellermeister ist der Sohn Franz junior gelehriger Schüler seines Vater und der Klosterneuburg Schule. Franz Leith sen. ist Weitreisender in Dienste seiner Weine und seines Gutes und erzählt uns geduldig von den nächsten Abstechern nach Finnland und Schweden seinen wichtigen Exportmärkten.

Uns überrascht das Preisnivau und begeistert die Energie des Menschen und der Weine.

Mit vorgerückter Stunde wird die Ovalhalle gestürmt, wir gratulieren dem Veranstalter und den Winzern und flüchten. Zum nächsten Event von Herrn Obermaier wollen wir lieber doch noch früher kommen.

Mödlinger Weinherbst am Eichkogel

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Der Weinherbst am Eichkogel in Mödling zählt zu den gemütlicheren Veranstaltungen mitten in den Weinbergen zwischen Mödling und Guntramsdorf. Man hat das Gefühl, dass es eine einheimische Veranstaltung ist. So findet sich auf den Internetseiten kein Anfahrtsplan und gerade einmal ein Transparent und ein Schild weisen am Straßenrand südlich von Mödling Richtung Guntramsdorf auf die durchaus nette Geselligkeit hin. Die Heurigenbetriebe Weingut Neuberger, Sekt- & Weinkellerei Taufratzhofer, Langeckers Reblaushütte und das Weingut Weiss bieten Wein und Schmankerln direkt im Weingarten an.

Für Leser im Weinreporter geben wir den Tipp beim WIFI Mödling zu parken. Durch die Weingärten geht es dann in einem 5minütigem Spaziergang direkt hinauf auf den Eichkogel. Die Aussicht von dort ist zwiespältig. Einerseits blickt man auf das Gewerbegebiet nebst Bahntrasse, andererseits hat man einen wunderschönen Weingarten vor sich, in dem es sich vortrefflich Wein verkosten lässt.

Wir haben letztes Wochenende unter anderem einen Grünen Veltliner 2010 vom Weingut Traufratzhofer probiert. Er punktet mit Frische, einem geringen Säurespiel und leichten Zitrusanklängen. Ausgezeichnet für einen Spätsommertag in dieser netten Kulisse.

Wandert man den Wasserleitungsweg entlang gelangt man zur Hütte vom Weingut Weiss. Hier probierten wir den Weissburgunder 2010. Ein bodenständiger, süffiger Vertreter seiner Gattung. Unserem Geschmack nach noch mit einem etwas unharmonischen Anteil an Säure. Vielleicht aber ein netter Sommerbegleiter für das kommende Jahr.

Wer noch Lust hat kann am kommenden Wochenende, dem 1. und 2. Oktober eine idylische Zeit mit Wein und hausgemachten Schmankerln wie Speck, Schmalzbroten und selbstgebackenen Mehlspeisen direkt in den Weingärten vom Mödlinger Eichkogel verbringen.

Weinbauverein Mödling
www.weinbau-moedling.at

Weingut Neuberger
Prießnitzgasse 11
2340 Mödling
Telefon: 02236 / 222 09

Sekt- & Weinkellerei Taufratzhofer
Quellenstraße 3
2340 Mödling
Telefon: 02236 / 226 18
www.taufratzhofer.at

Langeckers Reblaushütte
Spechtgasse 45
2340 Mödling
Telefon: 0664 / 241 86 39
www.reblaus.com 27.9.2011/ Malwarewarnung – Vielleicht besser auf ein Glaserl hingegehen und die Webseite nicht besuchen!

Weingut Weiss
Badstraße 46
2340 Mödling
Telefon: 02236 / 467 14

Veltliner Tag im MQ in Wien

Einen ganzen Nachmittag und Abend lang konnte man sich am 15. März 2011 in der Ovalhalle des Museumsquartiers an „der“österreichischen Weinsorte erfreuen – dem Grünen Veltliner. Stolze 68 Winzer boten dem weinbegeisterten, pardon veltlineraffinen Publikum ihre Kreationen zur Verkostung vor.

Alle Winzer waren sich einig, dass die Journalisten zu früh über den Veltliner Jahrgang 2010 berichtet haben und damit einen falschen Eindruck erweckt haben.

„2010 war ein grenzgenialer, aber auch ein sehr arbeitsintensiver Jahrgang“ berichtet Alwin Jurtschitsch vom Sonnhof. „In diesem Zusammenhang war ich froh, dass ich auf 30 Jahre Erfahrung meiner Eltern zurück greifen konnte“. Dieser typische österreichische Wein ist heuer total harmonisch gereift. Wir haben uns mit Ernte Zeit gelassen, die Ernte der Lagenweine hat sich bis Mitte November hinausgezogen.

Das Ergebnis: Fruchtigkeit. Wir haben im Bioweinbereich bewiesen,  dass wir auch mit biologischen Anbaumethoden spät ernten können.

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Jungweinschnuppern auf historischen Spuren in Jedenspeigen am 12.3.2011

Im Osten durch die March von der Slowakei getrennt, im Norden an Tschechien grenzend, im Süden und Westen an Wien und das Marchfeld treffend, liegt das südliche Weinviertel mit dem historischen Ort Jedenspeigen. Auf diesem geschichtsträchtigen Boden fand im Jahre 1278 eine der größten Ritterschlachten aller Zeiten statt. Rudolf I. von Habsburg stellte sich hier gegen Ottokar II. und legte hier den Grundstein für die österreichische Habsburger Regentschaftsdynastie.

Das heutige Thema ist aber die Präsentation der Jungweine des Jahrganges 2010 von 18 Winzern der Umgebung Jedenspeigen und Sierndorf. Eingeladen in die Presshäuser, Stüberln und Weinkeller haben die Winzerinnen und Winzer zur Verkostung und Labung mit so manchen Schmankerln. Das Wetter war erstmals frühlingshaft und warm, und die Kellergassen waren so gut besucht wie noch nie.

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Bericht vom Göttlesbrunner Jungweinschnuppern 2010

Wie schon in den letzten 14 Jahren lud Göttlesbrunn auch diesen April wieder zum Jungweinschnuppern ein. Obwohl zu diesem Termin traditionell nur etwa halb so viele Besucher wie zum Leopolidgang im November erwartet werden, waren wir vom Besucherandrang positiv überrascht und hatten Gelegenheit zu vielen Interviews mit vielen privaten und professionellen Verkostern. Im November gab es ca. 3500 Gäste. Der Apriltermin ist klar im Aufholen zum Leopoldigang. Start war beim jungWIRT, da bekamen wir die Eintrittsberechtigung und die Verkostungsliste mit allen 21 Betrieben.

Unsere erste Station war das Weingut der Familie Hans Glock, bei der vor 4 Wochen das erste Kind der 4. Generation geboren wurde.

Eine Freundin des Hauses schwärmt von der Kuhschelle, einem Zweigelt Merlot aus den großen Holzfass, und gibt uns als Ihren Geheimtipp den St.Laurent mit auf den Weg.

Durch einen kurzen Regenguß angetrieben landen wir rasch bei der Bio Weingärtnerei Artner.

Herr Artner erzählte: Wir betreiben schon seit fast 15 Jahren biologischen Weinbau. Wichtig dafür ist es, dass der Wein viel Luft bekommt. Alles Überflüssige, auch Blattwerk, muss regelmäßig ausgeschnitten werden. Viele unserer Gäste kommen auch von weit her, bestellen schon lang im Vorhinein ihr Quartier in Göttlesbrunn, um beim Jungweinschnuppern dabei zu sein. Beim Artner trafen wir

Mag. Christian Horvath. Er fand, dass hier alle Weine noch sehr jung wären aber ein großes Potential hätten. „Der Savoir 2007 schmeckt mir sehr gut und ich bin schon neugierig wie der nach der Flaschenreife sein wird.

Mir hat bei Artner am besten der Roesler 2007 geschmeckt. Er ist bereits sehr harmonisch. Ich finde toll, dass Artner biologischen Weinbau betreibt“, unterstrich Horvath.

Gabriele Hinteregger aus Oberösterreich hatten es eher die weißen Artner Weine angetan. „Als Einstieg bei der Bio Weingärtnerei Artner probieren wir immer den Triathlon (2009). Besonders gut hat mir hier der Chardonnay 2009 geschmeckt. Er ist sehr fruchtig, vollmundig und gut im Abgang.  Mit 6,50 Euro weist er ein ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältnis auf“, befand Hinteregger.

Ing. Ludwig Appinger fand sortentypische Geschmackskomponenten am wesentlichsten bei seiner Weinbeurteilung. Dabei fiel ihm bei der Bio Weingärtnerei Artner der Merlot 2007 auf. „Es ist ein Merlot, den man selten so sortentypisch findet.  Er hat eine unheimliche Frucht, das Holz ist schon schön eingebunden und für 2007 zeigt sich dieser Wein schon sehr rund. Der wird noch haltbarer als jener vom Jahr zuvor“, erfreute sich Appinger, der die Bio Weingärtnerei Artner schon seit 2006 kennt. „Ich bin ein Fan von Cuvee’s wie ZW/BF und ZW/CS/ME deshalb liegt mir auch der Signum Artis (ZW/ME/SH) 2007 sehr. Er hat bereits jetzt Trinkreife, aber ich würde ihm noch drei Jahre geben bevor ich ihn trinken würde“, ergänzte Appinger.

Auf einem extra Standl im Hof präsentiert Elisabeth Raser Ihre Käsespezialitäten. Hannes Raser hat sogar einen Rubin Käse kreiert, wir können aber diesmal aus Zeitmangel nicht davon kosten. Wein und Käse sind halt schon jeher eine beliebte Kombination. Hier stehen eine Bio-Bauer und ein Bio-Winzer zusammen.

Das Bioweingut Hofschneider-Messermayer erzeugt bereits seit 10 Jahren biologischen Wein. Auf die Frage, worauf man dort besonders Stolz sei, wurde der Gelbe Muskateller 2009 hervorgehoben. „Fruchtig, süffig und guat“ haben wir als Eigenschaften mitbekommen. Dieser Gelbe Muskateller der Familie Hofschneider- Messermayer ist auch immer wieder in den Kostnotizen unserer Interviewpartner hervorgestochen.

Stefan Haider besuchte das Göttelsbrunner Jungweinschnuppern zum fünften Mal mit Freunden aus Bratislava.

Er freute sich vor allem über den Grünen Veltliner Bärnreiser 2009 am Weingut Hofschneider-Messermayer: „Dieser grüne Veltliner ist sehr lebendig, sehr fruchtig und frisch. Das gefällt mir gerade jetzt im Frühjahr. Im Winter trinke ich dagegen lieber Rotweine.“ Aber auch der gelbe Muskateller 2009 wurde von ihm für sehr gut befunden. „Der gelbe Muskateller 2009 hat ein noch besseres Bouquet als im Jahr zuvor“, erfreute sich Haider.

Am Weingut Nepomukhof konnten wir den Weinsammler und Weinliebhaber Dr. Norbert Schmickl zu einem Interview gewinnen. In seinem Weinkeller sind Weine aus Österreich am meisten vertreten.

Den Nepomukhof schätzt er vor allem wegen seiner guten Pinot Noir’s. „Der Pinot Noir Classic 2007 weist einen typischen Pinot Geschmack auf. Er hat eine feine Struktur und ist ein nicht so alkohollastiger Wein. Auch betreffend Tannine sehr ausgewogen“, so Schmickl.

Im Keller vom Nepomukhof haben wir auch die Verkostungsrunde bestehend aus Isabella Plank, Petra Piesel und Rudolf Prochazka zum Weinreporter Interview gebeten. „Beim gelben Muskateller 2009 riecht man nicht nur das sortentypische Bouquet – er schmeckt auch noch gehaltvoller als jene, die wir bisher heute verkostet haben. Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist mit 7,50 Euro sehr gut“, eröffnete Isabella Plank. Petra Piesel hatte es vor allem der Jungspund (Frühroter Veltliner) 2009 angetan: „Der Jungspund schmeckt leicht und sehr gut und passt hervorragend zu einem natur gebackenen Fisch mit Salat. Mit 4,50 Euro ein Spitzenwein.“ Rudolf Prochazka verkostete den Pinot Noir Reserve 2007 und den Cuvee Nepomuk (ZW/ME/BF) 2007. „Der Pinot Noir Reserve 2007 schmeckt mir zu stark nach Barrique. Besser gefällt mir der Cuvee Nepomuk 2007, weil er mehr Aroma entfaltet und mit seinem beerigen Duft und geringeren Barriquegeschmack aufwartet“, erklärte Prochazka.

Hans Netzl vom Weingut Hans und Martin Netzl erzählt uns, dass auch hier die Familie seit 3 Generationen Wein macht.

 Zu den Weinen vom Weingut Hans & Martin Netzl befragt, bewertete eine Gruppe aus dem 21. Wiener Gemeindebezirk den „Oida Schwoaza“ (ZW/BF/ME) 2007 und den St. Laurent Reserve 2006.

Bei ersterem war man sich über seine gute Frucht und über seinen tollen Körper einig.  Auch sein intensives Bouquet erfreute die Gruppe. Allerdings kam einigen der Herren der Holzfassgeschmack zu stark in den Vordergrund. Die Empfehlung dieser Herrenrunde beim Weingut Hans & Martin Netzl war der St. Laurent Reserve 2006. „Das Barrique ist bei diesem Wein sehr dezent vertreten“, war man sich einig.

Das Weingut Walter Glatzer durften wir wieder in einigen sonnigen Minuten besuchen, hier trafen wir die 6 Weinreisenden aus Tirol, die offenbar das Weinreisen zu verschiedenen Veranstaltungen zum gemeinsamen Hobby gemacht haben.

Einer aus der Gruppe, Hannes Huber erzählt, nicht das erste Mal gemeinsam hier zu sein, und auch schon die nächsten Besuche und Termine fest im Auge zu haben. Über Stimmung und Wein haben Sie sich bedeckt gehalten. Das Bild aber spricht Bände.

Astrid Weiss ist bereits zum achten Mal in Göttlesbrunn. Wir trafen sie hier am Weingut Walter Glatzer beim Verkosten. „Mir hat der grüne Veltliner Dornenvogel 2008 am besten geschmeckt. Es ist ein sehr schöner, fruchtiger Weißwein für den Sommer mit einer angenehmen Säure und hat mit 6,50 Euro ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Ich könnte mir dazu einen netten Saibling oder Fischspieße am besten mit einem warmen Paprikasalat vorstellen“, erklärte Weiss.

Carsten Schrödel beurteilte den Cuvee Gotinsprun (BF/ME/SY/ST.L) 2008. „Das Bouquet ist zwar nicht so toll, aber dieser Rotwein weist einen sehr aufregenden intensiven Geschmack mit ausgewogenen Tanninen auf. Ich könnte mir dazu sehr gut einen Rehrücken oder eine Rindsroulade vorstellen – am besten in Rotweinsauce“, meinte Schrödel.

Die Terrasse und der Verkostungsraum des Weingutes Franz und Christine Netzl haben eine ganz besondere Qualität und Atmosphäre, und so genießen wir den Ausblick auf die Rebstöcke nicht alleine.

Der Raum und die Terrasse stehen auf dem Barriquekeller des Gutes und bieten aus dieser erhöhten Lage einen sensationellen Ausblick, nicht nur auf den Sonnenuntergang. Unsere Fotografin Regine Hendrich hat nicht nur dieser Ausblick große Freude gemacht, auch das Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Syrah Edles Tal hat sie an diesem Nachmittag nicht losgelassen.

Christian Flandorfer war am Weingut Franz & Christine Netzl beim Verkosten der roten Cuveeweine, als wir ihn zum Weinreporter Interview baten. „Der Cabernet Sauvignon Aubühel 2007 ist nicht mein totaler Freund, aber er ist ausgewogen und weist einen sehr runden Geschmack auf. Am besten hat mir aber der Wein Edles Tal (ZW/ME/SY) 2007 geschmeckt. Aufgrund des Bouquets hätte ich ihn mir viel schwerer erwartet und war angenehm überrascht, wie fruchtig und süffig der Wein am Gaumen war“, beurteilte Flandorfer.

Das Thema Jagd ist im Verkostungsraum des Weingutes Pitnauer allgegenwärtig, hier treffen wir wieder Herbert Stava, von dem wir auch schon bei vorangegangenen Stationen einige Kost-Tipps erhalten durften, bei der Jagd nach Besonderheiten. Auch hier im Gut Pitnauer erklärte uns Dipl. Ing. Günter Mahrer seine Einstellung zu den Promiweingütern der Region. „Die führenden Weingüter müssen sich die Lorbeeren jedes Jahr neu verdienen.

Interessant finde ich den Quo Vadis Merlot 2008. Es gibt keine eindeutige Merlotlinie in Göttlesbrunn. Dieser ist halt noch ein wenig grün – also jung. Es ist also unfair, ihn mit dem 2006er zu vergleichen. Der 2008er braucht noch Zeit, bis er noch mehr kann. Noch kann er mich nicht ganz überzeugen. Andererseits ist bei Pitnauer ziemlich klar, dass er Potential haben wird. Ich werde diesen Wein sicherlich nochmals beim Leopoldigang verkosten“, so Mahrer.

Beim Weingut Taferner ist der Verkostungsraum für die heutige Veranstaltung viel zu klein, wir dürfen ihn dennoch ansehen und einen Blick auf das Barrique Lager bekommen. Eine lange Tafel erzählt von vergangenen würdevollen Verkostungsbesprechungen und lädt zu neuen Treffen ein. Ein paar Stufen weiter unten ergatterten wir ein Weinreporter Interview mit

Christian Blauensteiner. „Der Rubin Carnuntum (ZW) 2008 hat sehr viel Potential und ist ziemlich kräftig. Es ist hier gar nicht so einfach, die Rotweine zu beurteilen, da sie ein wenig zu kalt zur Probe gebracht werden“, bemängelte Blauensteiner. „Sehr gut finde ich den Monument (ZW/ST.L/ME) 2008. Er hat einen schönen Barriqueanteil und ein gutes Potential für später. Kein Wein zum Soforttrinken“, ergänzte Blauensteiner.

 Weiß oben – rot unten, Gerhard Markowitsch steht hinter seinem Verkostungstisch mit Blick und Überblick auf seinen Betrieb. Enorm auch hier der Zuspruch. Wir, schon müde vom Erlebtem, treffen hier auf eine Weinexpertin und erwischten sie beim Verkosten am Weingut Gerhard Markowitsch.

Mag. Sabine Bauer-Wolf war so nett und beurteilte für den Weinreporter ihre privaten Sieger vom Weingut Gerhard Markowitsch. „Der Rubin Carnuntum 2008 hat mit 9,50 Euro ein exzellentes Preis/Leistungs-Verhältnis. Am allerbesten hat allerdings der Redmont (ZW/CS/SY/ME/BF) 2007 meine Erwartungen erfüllt. Er ist dicht und füllig, weist eine schokoladig-würzige Note auf und hat die Tannine bereits sehr gut eingebunden. Mit seiner sehr schön präsenten Frucht hat dieser Wein ganz leicht 4-5 Jahre Potential“, so Bauer-Wolf.

Unser Besuch beim Weingut Grassl war dann nur mehr privater Natur, und für die Nachverkostung sind so manche Flaschen von uns mitgenommen worden.