Gerichte

Nur Käse und Schinken aus Österreich

Eine Traube Menschen, allesamt im Businesslook steht hier mit einem Weinglas in der Hand vor der Türe, ich frage nach: “Gibt es hier heute etwas gratis?”  Nein, einfach ein Ausklingen nach dem Büro der Nachbarschaft  mit gutem Wein. Der Frankhplatz ist ein ruhiger Punkt in dieser Stadt, die Nationalbank, das ehemalige AKH, das Landesgericht die Nachbarn. Umsomehr fällt diese vergnügte Menschenansammlung auf und erinnert ein wenig an das abendliche Leben einer italienischen Kleinstadt.

Wein & Genuss nennt Mag. Georg Somloi den Ort, an dem es die wunderbaren kalten Köstlichkeiten um 5€ zum Naschen gibt, die Käsemacher, Käse aus Vorarlberg,  Rohschinken, Chilimarmelade, eingelegte Patissonminikürbisse, Beinschinken und gutes Brot begleiten die Verkostung dieses Abends:  Riesling aus dem Weinviertel. Um 10€ probieren wir zuerst Steinbergen von Julius und Erika Klein aus Pernersdorf, dann Manhartsberg vom Weingut Seher aus Platt, auch aus Platt den Riesling vom Weingut Honsig, aus Deizendorf von der Familie Laurer den Sortensieger der Retzer Weinwoche, dann meinen Favoriten dieser Verkostung, den Wartberg vom Gut Prechtl aus Zellerndorf, den Reipersberg von Gschweicher aus Röschitz, den Urgestein vom Winzerhof Regina und Franz  Stift aus Röschitz und die Bombe aus dem Schrattental Innere Bergen vom Weingut Zull. In Staniol gewickelt, die Überraschung. Ich bin ein wenig enttäuscht, wenig Säure, wenig Frucht, trotzdem viele Nuancen, mild und angenehm. Elisabeth Honsig, die uns liebevoll durch diese Verkostung begleitet hat, lüftet das Geheimnis rasch, wir haben keine Chance. Ryzlink vom Spalek aus Znaim,  nur wenige Meter neben Österreich, gleich nach  der Grenze, ein VOC.

Gasthaus Schwarz Nöhagen

Gestern war es wieder einmal vollkommen ausreserviert, Erstkommunion in der Gegend und viele Gourmetreisende, auch von weit her, trotzdem freundlich und keinesfalls überfordert. Profis mit Herz und einer offenen Haltung zu den Küchenzeiten. Wir kommen um 14:30 und noch immer kein Platz, 10min später sitzen wir an einem runden Tisch und werden liebevoll beraten und bekocht. Ich esse Grießnockerlsuppe und ein Kalbswiener, nach einem Kostlöffel bei meinem Nachbarn, werde ich auch noch bei der zartbitter Schokoterrine weich. Der Wein: ein Glas Dürnsteiner Riesling Federspiel 2008 vom Weingut Alzinger aus Loiben mit überraschend viel Säure. Großartig passend, ein vollkommen einfaches Mittagessen- und trinken.  Das Cuvée Cabernet-Sauvignon-Merlot 2001 vom Ruster Weingut Feiler-Artinger hat meinen Sitznachbarn zu den geschmorten Kalbsbackerln sehr gut gepasst.

Ein Ausflug nach Radlbrunn

Das Weingut Brandl lädt zur Betriebsbesichtigung, stündlich werden Sie von einem Familienmitglied durch den Betrieb geführt. In einem 400 Jahre Gasthaus auf der anderen Strassenseite lässt sich gut einkehren, im Betrieb selbst kann nicht nur vom Wein sondern auch von kalten Kleinigkeiten gekostet werden. Über den Veltliner der Brandls haben wir in unserem Bericht über die Jungwinzerverkostung im Wiener Museumsquartier berichtet.

Heuriger und Weinbauer Zahel in Mauer

Ein netter, uriger Heuriger mit Restaurantcharakter. Wie ich vor Ort hörte, baut der Winzer unter anderem auf dem Rodauner Berg, auf den ehemaligen Ackerflächen des Rosenweingut Trösch, seinen Wein an. Der Hauswein, ein junger Veltliner eignet sich nicht  nur als Spritzwein, sondern entfaltet auch in einem gut eingeschenkten Weissweinglas sein volles “bouquet”. Der Säuregehalt hält sich auch nach einem langen Abend ziemlich in Grenzen. Leute mit Sodbrennen wie ich, hatten trotz so manchem “Vierterl” keine Probleme am nächsten Tag. Auch der Chardonnay war ausgezeichnet. Das Buffet habe ich zwar voll bzw. gut besucht erlebt aber ich bevorzuge ohnehin die “à la carte” Bestellung und habe dabei gar nicht länger gewartet als sonst. Preislich höchst moderat.  Möchte das Lokal auch mal am Tage bei Schönwetter besuchen. Schau ma mal, wann es sich wieder ausgeht.

Steinfeder-Night

Für 15,00€ gibt es die Karten an der Abendkassa und das beinhaltet Wein & Musik.

Den 1.Mai können Sie ab 18:00 mit regionalen Schmankerln und Steinfeder- und Federspielweinen im Schloss Spitz begehen.

Weiter Infos: Vinea Wachau Tel. 02713/300 00 12 und Tel. 0676/343 18 66 und Tourismusinformation Spitz Tel. 02713/2363