Gerichte

Griechischer Wein

Gleich ums Eck von der Hietzinger Kennedybrücke liegt das ODYSSEUS in Penzing. Der Grieche ist ein besonders gemütliches Lokal wo der Gast – schon von der zweiten Wirts-Generation – mit griechischen Spezialitäten aus der Küche und griechischen Weinen verwöhnt wird.

Als Starter nahmen wir die Vorspeisenvariationen (€ 10,90) bestehend aus Tzatzíki (Joghurtsalat mit Gurken und Knoblauch), Taramás (Kartoffel-Fischrogen-Püree), Skordaliá (Kartoffel-Knoblauch-Püree) und Revithosaláta (Kichererbsenpüree) auch als Hummus bekannt. Dazu hatten wir ein Glas Moschofilero Jahrgang 2009 (€ 3,90) – ein fruchtiger nach Muskateller schmeckender Weißer vom Peloponnes. Der trockene Qualitätswein hinterließ am Gaumen den Geschmack nach Pfirsich und Zitrusfrüchten mit gut eingebundener Säure und langem Abgang und war somit eine ausgezeichnete Kombination zur vorzüglichen Vorspeise.
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Als Hauptspeise bestellte ich einen griechischen Klassiker: Suvláki – Schweinefleischspieße mit Tzatziki und Pommes Frites (€ 9,90) und um ins griechische Lebensgefühl voll einzutauchen trank ich dazu einen Retsina (€ 1,90). Die Spießchen mundeten vorzüglich zum geharzte trockene Tafelwein der ein angenehmes Bouquet in der Nase hinterließ.

Zum Lamm – Arní me Gígantes mit Riesenbohnen und Basmatireis (12,90) – servierte der Wirt eine besondere Spezialität: Retsina Rosé (€ 1,90). Der geharzte Roséwein wird Kokkineli genannt und aus den Reben von Savatiano und Mandilaria hergestellt und schmeckte vorzüglich.

Ursprünglich wurde das Pinienharz zur Verbesserung der Haltbarkeit des Weins zugeführt. Der Geschmack des geharzten Retsina kam so gut an das man es dabei beließ.

Alle Speisen und Getränke gibt es auch zum Mitnehmen. Seit Kurzem wird ein Mittagsmenü – auf heftiges Fordern der Büroanrainer – serviert. Auch für Raucher gibt es genug Platz, und in der warmen Jahreszeit stellt der Schani den Garten vor die Taverne. Jasu! (ten)

Restaurant Odysseus

Penzinger Straße 57 (Ecke Diesterweggasse 17)
1140 Wien
Telefon: +43 1 894 28 01
E-Mail: restaurant-odysseus@chello.at
Web: www.restaurant-odysseus.at
täglich 11:30-24:00

Weingut Lantides – Moschofilero 2009
Web: http://lantides.gr

Privatkellerei Tsantali – Retsina Rosé
Web: www.tsantali.de

E. Malamatinas & Son S.A. – Retsina
Web: www.malamatina.gr

 

Tapas und Wein in der M-Lounge

In Wien Neubau tut sich etwas.

Der Steirer Gerald Hackl hat nach dem Restaurant Kornhäuslturm, dem Restaurant Arkadensaal, dem Restaurant Roter Salon, dem Restaurant Oskars vor einigen Monaten die chillige M-Lounge in Wien Neubau eröffnet.

Neben Tapas haben wir uns zum Test der Weinkarte aufgemacht und eine nette after work time verbracht.

Zu einem Thai Wok Gemüse mit Sesam Thunfisch (um 3,70 Euro) trinken wir einen Sauvignon Blanc 2010, Weinhof Kohl aus Großwilfersdorf. Mit gerade einmal 11,5% Alkohol bringt der Weißwein an der Nase Impressionen an Zitrusfrüchte und frühreife Äpfel.

Auch am Gaumen solide beeindruckt der sonst leichte Wein mit starker Frucht und einem schön langem Abgang.

Da wir uns in einer Lounge befinden setzen wir unsere Essensaufnahme mit einem Mini USA Burger mit Cheddar, Speck und Serrano Schinken (um 3,80 Euro) fort.

Dazu muss selbstverständlich ein Rotwein her. Leider ist der blaufränkische Vertreter gerade aus. Er komme aber wieder in den nächsten Wochen wird uns versichert. Die Weinkarte ist eben eher (noch) sehr klein gehalten. Nungut  – wir sind ja in einer Bar oder besser gesagt in einer Lounge wo der Fokus vielleicht auf Cocktails liegt. Alternativ entscheiden wir uns zu einem Cuvee Franz 2009 vom Weingut Weniger aus Horitschon. Das Bouquet des Cuvée aus Blaufränkisch und Merlot erinnert an Weichselaromen. Am Gaumen schön der blaufränkische Traubenanteil bemerkbar. Der Merlotanteil verleiht dem Wein sanfte Rundungen und ist ideal zum Chillen nach einem harten Arbeitstag.

 

M LOUNGE
Chil out Lounge, Bar, Restaurant

Hermanngasse 31
1070 Wien

ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag bis Samstag 17.00 Uhr bis 02.00 Uhr
Frühstück Sonntag und Feiertag 10.00 bis 15.00 Uhr

Tel.: +43 (0) 1 524 93 16
Fax. +43 (0) 1 524 93 16
Web: http://hackl-gastro.at/m-lounge
Mail: mlounge@hackl-gastro.at

Weinhof Kohl
http://www.f-kohl.at

Weingut Weninger
http://www.weninger.com

Forelle und gelber Muskateller unter dem Kran

Forelle mit gelben Muskateller GROSS im FINKH 1060 Wien

Das FINKH in der Esterhazygasse 12, 1060 Wien ist ein mit dunklen Wänden, minimalistisch eingerichtetes Restaurant. Von der Decke baumelt ein Laufkran aus vergangenen Zeiten. Wenige Tische und eine kleine Speisekarte sind das charakteristisch Ambiente dieses zeitgeistigen Lokals. Die Karte konzentriert sich auf Hausmannskost wie Gulasch, Schnitzel und Tafelspitz. Das Blunzengröstl soll toll sein, war aber bei meinem Besuch letzten Freitag gerade aus. Macht nichts. Auch ein paar Schmankerln und eine Forelle haben mich angelacht. Auf letztere fiel dann auch meine Wahl, da ich Lust auf einen netten Weißwein hatte und bei Gulasch in die Gefahr gelaufen wäre ein Bier zu bestellen.

Die Forelle war vorzüglich und wurde mit Rosmarin, Paprika und Erdäpfel serviert. Gut gewählt hatte ich mit einem leichten und fruchtigen Wein, wie es der Gelbe Muskateller Steirischer Klassik 2009 vom Weingut Gross dann auch war. Sortentypisch wies er einen frischen und fruchtbetonten Charakter auf – ganz wie man es sich von seiner steirischen Herkunft erwartet. Das Bukett zeichnete sich durch Anklänge an frische Früchte aus. Am Gaumen hielt der Gelbe Muskateller von Gross was das Bukett versprach. Neben der von mir geliebten, charakteristischen Muskatnuß-Würze kamen Aromen Zitrusfrüchten und ein wenig Litschi zum Vorschein. Ideal zu einem Fischgericht, aber mit seiner Leichtigkeit ist der im Edelstahltank ausgebaute Weißwein auch als Aperitif empfehlenswert. Mit nur 11,5% Alkohol kann man da schon zu zweit gemütlich eine Flasche knacken.

Gelber Muskateller Steirischer Klassik 2009 vom Weingut Gross

FINKH
www.finkh.at
Esterhazygasse 12
1060 Wien
Tel.: +43 (1) 9138992

Weingut Gross
8461 Ratsch a. d. Weinstrasse 26
Tel.: +43 (3453) 2527
http://www.gross.at
weingut@gross.at

Wein aus der Provence: Eine Besichtigung des Château de Berne

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Eines der interessantesten  Weingüter der Provence ist wohl das Château de Berne im Departement Var. Es befindet sich am Rand des malerischen Städtchens Lorgues und ist in circa 1,5 Stunden mit dem Auto vom etwa 100 Kilometer entfernten Flughafen Nizza erreichbar. Das leicht hügelige Anwesen am Rand von Lorgues umfasst 600 Hektar und bringt jährlich 500.000 Flaschen Wein auf den Markt. Das ehrwürdige Château de Berne hat seine Wurzeln bereits bei den Römern, im Mittelalter waren Zisterzienser und Tempelritter vor Ort und im 18. Jahrhundert wurde im Auftrag von Napoleon Bonaparte hier Wein produziert. Gegenwärtig verlassen jährlich 500.000 Flaschen Wein das Château. Dabei stellt der Roséwein mit einem Löwenanteil von 70% den eindeutigen Produktionsschwerpunkt dar. Weitere 10% Anteil stellen Weißwein und 20% wird im Rotweinbereich produziert. Abgefüllt wird seit vier Jahren in markant, eckigen Flaschen. Ein Marketingschachzug, der eine Wiedererkennung von weitem gewährleisten soll.

Das Konzept des Weingutes ist selbst für den Weinkonsumenten leicht durchschaubar. Es gibt leichtere Weine – benannt Terres de Berne – die im Stahltank gären und intensivere Brüder – die Cuvée Speciale – die einige Monate im Holzfass heranreifen. Die verwendeten Holzfässer stammen übrigens ausschließlich von französischem Holz, erklärt mir Laurie bei einem Rundgang durch die Produktionsstätten. Die amerikanischen Fässer geben aus ihrer Sicht zu intensiven Holzgeschmack ab, während die hier verwendeten französischen Hölzer einen dezenteren Barriqueton versprechen.

Die Trauben werden am Château de Berne nicht gepresst sondern mit Hilfe riesiger Zentrifugen ihres Saftes beraubt. Meine Führerin und Weinexpertin Laurie erklärt mir, dass diese Methode dem Wein mehr Intensität und Farbe verleiht. Hoch über den riesigen Stahltanks ist das Labor in dem die Winzer an Computern streng die Temperatur, den Alkoholgehalt und den pH-Wert des Weines in jedem einzelnen Stahltank überwachen.

Geerntet wird jedes Jahr Ende August bis Anfang September. Eine Ausnahme stellte allerdings das letzte regenreichere Jahr da, erzählt Laurie. Im Jahr 2010 begann die Ernte deswegen erst später als sonst, am 26. September.

Als abschließende Krönung der Besichtigungstour bietet mir Laurie die obligatorische Weinverkostung an, die von mir selbstverständlich gerne angenommen wird. Wir beginnen mit einem Rosé, dem Terres de Berne 2010. Die darin enthaltenen Traubensorten Cinsault und Grenache sorgen an der Nase für einen Anklang nach Pfirsich und Marillen. Man muss zweimal riechen, erklärt Laurie, denn der Wein bekommt nach dem Schwenken eine andere Nase. Sie hat Recht. Nach einem Schwenken des Weinglases tauchen da plötzlich Töne von Erdbeere auf. Das ist ja fast Magie. Um die Farbe besser zu beurteilen hat Laurie Mustergläser mit unterschiedlichen Farbnuancen parat. Wir entscheiden uns den Wein der Farbe Melone zuzuordnen. Am Gaumen liefert  der Terres de Berne Rosé 2010 zu Beginn einen würzigen Ansatz der nach einem leichten Übergang mit einem leichten, raschen und fruchtigen Abgang endet. Obwohl einem der Rosé sehr leicht vorkommt und Laurie ihn für einen netten Nachmittag am Pool empfiehlt ist Vorsicht zu genießen. Der Rosé hat immerhin 13% Alkoholgehalt.

Schon kräftiger empfinde ich den Rosé Cuvée Spéciale 2010, der zwar nur ebenfalls 13% Alkoholgehalt aufweist, aber im Holzfass gereift ist. Der mangofarbene Rosé ist an der Nase zurückhaltender als der Erstverkostete. Die im Holzfass gereiften Traubensorten Cinsault und Grenache strömen ein dezentes Aroma nach Mango und Ananas aus. Apropos: Cinsault ist eine sehr alte rote Rebsorte, die in der Provence weit  verbreitet ist. Seine helle Farbe, der sanfte Duft und die Frucht machen Cinsault zu dem perfekten Rosé-Bestandteil. Grenache wiederum ist eine rote Rebsorte und so hört man die vierthäufigst angebaute der Welt. Der Abgang des Rosé Cuvée Spéciale 2010 ist fruchtig und kräftig. Als ideale Speise empfiehlt Laurie Bouillabaisse oder würzige Speisen.

Nun schwenken wir Weißwein in unseren Gläsern und beginnen mit dem im Stahltank produzierten Terres de Berne 2010. Er besteht zu 80% Ugni Blanc und zu 20% Semillion. Ugni Blanc ist eine sehr alte Rebsorte, die im vermutlich im 14. Jahrhundert von Italien nach Frankreich importiert wurde. In Italien ist sie unter dem Namen Trebbiano bekannt. Semillion ist weltweit angeblich die achthäufigste weiße Sorte und gehört zu den besonders edlen Sorten, obwohl sie so ertragreich ist. An der Nase stellen sich beim ersten Riechen Essenzen von Zitrone ein. Nach dem Schwenken gesellen sich Anklänge von grünen Apfel dazu. Der mit 12% relativ leichte Weißwein ist am Gaumen zuerst sehr frisch und sorgt danach für einen fruchtigen Abgang.

Wir behalten das Muster bei und gehen nun zum im 9 Monate im Holzfass gereiften weißen Cuvée Spéciale 2008 über. Er hat 12,5% Alkoholgehalt und mir fallen sofort die vielen Schwebeteilchen in der Flasche auf. Sein Bouquet besticht mit Holz, Tabaktönen und Mandelaromen. Am Gaumen liefert der Wein zuerst einen fruchtigen Beginn, der von einem sanften Barriqueabgang abgelöst wird. Laurie empfiehlt mir dazu Trüffelspeisen, Roquefort oder Fisch in Essigsaucen.

Gegen Ende meiner Verkostung sind selbstverständlich Rotweine das Thema und wir beginnen wieder mit einem reinen Stahltankwein – dem aus 60% Grenache, 30% Syrah und 10% Cabernet Sauvignon bestehenden Terre de Berne 2009. Die Rubinfarbe mit dem hellen Rand offenbart die Jugend des Weins. Trotz der Jugend beeindruckt der Wein mit einer schweren Nase aus überreifer Zwetschke und Himbeere. Am Gaumen ist der Rote zu Beginn sehr trocken und geht in einen fruchtigen Tanningeschmack über. Laurie’s Speiseempfehlung zum 13% starken Rotwein lautet Grillfleisch.

Und weiter geht es mit einem roten Cuvée Spéciale 2004. Der 13,5% starke rubinrote Rotwein wird zu 50% Syrah, 40% Cabernet Sauvignon und 10% Grenache gekeltert und reift 12 Monate im Holzfass – wohlbemerkt aus französischen Hölzern. An der Nase machen sich Brombeeren, Gewürze und Holz bemerkbar. Am Gaumen nehme ich Anklänge von Tabak und Kakao nebst sanften Tanninen wahr. Laut Laurie soll dazu mittelkräftiges Essen wie zum Beispiel Lamm perfekt passen.

Zum Abschluss wird mir noch ein wahrer Bomber – wie ich es besonders gerne habe – dekantiert. Es handelt sich dabei um einen roten Cuvée Spéciale 2007, der ebenfalls zu 50% Syrah, 40% Cabernet Sauvignon und 10% Grenache besteht, aber mit 14,0% Alkoholgehalt zu Buche schlägt. An die Nase kommen da fast schon Portweintöne. Am Gaumen setzt sich zu meiner Freude mein geliebter Cabernet Sauvignon eindeutig durch, gibt Anklänge an Bitterschokolade frei und geht in einen langen leicht süßlichen Abgang über. Ein gefährlicher Wein von dem ich nicht so leicht genug bekommen kann. Laurie’s Speiseempfehlung lautet Steak und dem kann ich mich wahrlich nur anschließen.

Das Château de Berne beherbergt am Weingut auch ein ausgezeichnetes Hotel mit jedem nur erdenklichen und zuvorkommenden Service und dem Gourmet-Restaurant L’Orangerie in dem man sich zu den Menüs mit den hauseigenen Weinen des Château de Berne begleiten lassen kann.

Weitere Infos:

Château de Berne
Hotel und Restaurant in einem Weinberg
Route de Salernes
83510 Lorgues (Var)
Frankreich

Tel. : +33 (494) 604888
Fax : +33 (494) 604889

 

eMail: lacave@chateauberne.com & hotel@chateauberne.com
Internet: http://www.chateauberne.com & www.relaischateaux.com/de/search-book/hotel-restaurant/berne

Ein Abend im fresko

Als Ober St.Veit noch hauptsächlich ein Weinort war, mit Winzern und Heurigen, Maria Theresia das Schloss neben der Kirche als Sommersitz bereiste, sind die kleinen Winzer- und Bauernhäuschen in den Gassen des ehemaligen Wiener Vorortes entstanden.

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Trippa kochen:Zwiebel und Knoblauch mit Lorbeerblättern anrösten, Peperoncini und die nudelig geschnittene Kutteln dazugeben.Mit Weisswein ablöschen und mit Gemüsesuppe aufgiessen, Ligurische und Calamata Oliven dazugeben mit Thymian, und Origano und Salz würzen. Paradeissauce dazugeben und nach dem Rühren und Aufkochen mit 2 Fingerbreit Suppe bedecken.3 Stunden köcheln lassen.

Direkt unter der Kirche ist heute eine kleine Lokal- und Einkaufsmeile und mitten drinnen, an prominenter Stelle, das älteste Haus von Ober St.Veit, das ehemalige Fleischerhaus am Hauptplatz. Fünf Generationen haben hier geschlachtet und dargeboten, sozusagen der Bauch des Örtchens. Heute werkt hier im Haus Heinz Futterknecht in seinem Fresko, das er liebevoll in das Gebäude eingearbeitet hat.

Ein Weinplatz mit mediterraner Küche, die hier dem österreichischen Wein gegenübergestellt wird. Giovanni, sein Koch, von den Gästen Gianni genannt, kocht hier Ungewöhnliches, zum Beispiel Kutteln auf ligurische Art.

Wir erfahren von den gravierenden Unterschieden zwischen Blättermagenkutteln und dem Pansenmagen, erkundigen uns über die Zubereitung und das Rezept. Nicht genannt werden die Lieferanten der äußerst raren Zutaten, es bleibt uns also Giannis Küche als Quelle für den Genuss.

Klar, es gibt eine Karte, lieber ist es aber beiden Teilen, den Gästen und dem Koch, wenn er direkt am Tisch stehend, von den Zutaten, die bereit liegen, berichtet und seine Ideen kundtut, die er bei einer eventuellen Zubereitung verfolgen will, während er vorerst die köstlichen Fantasiegebilde der Gerichte in den Köpfen seiner Zuhörer entstehen lässt.

Die Getränkeberatung vom Aperitiv bis zum Fluchtachterl lässt sich der Hausherr nicht nehmen. Leidenschaftlich empfiehlt er den Chardonnay Hochgrassnitzberg 2009 zum Meeresfüchteteller seines Koches. Das Weingut Arnim Polz Kiefer aus Spielfeld, von Heinz Futterknecht für sein Lokal entdeckt, liefert ihn.
Alternativen von diesem Gut sind der Welschriesling 2009 und ein wunderbarer gelbe Muskarteller 2010.

Weitere Besonderheiten:
Spitze ist der Gelbe Muskarteller 2009 vom den Brüdern Fuchs aus Glanz bei Leutschach.Heinz Fink vom Göttweiger Berg liefert den Grünen Veltliner Riede Spittenberg.Vom Weingut Migsich aus Antau bei Mattersburg kommt der Goethewein 2008, in schönem dunklen Rubin.
gg

Heinz Futterknecht ist bereits 10 Jahre vor seiner Pension zum Weinexperten geworden, er hat mit diesem Lokal seine Frühpension zum Aktivsein verwandelt und eine neue Lebensmitte erschaffen. Hier über dem Maria Theresianischen Kartoffelkeller, der ehemals mit langen Gängen mit dem Schloss Schönbrunn verbunden gewesen sein soll, hat er ein Bachusfresko an die Wand malen lassen und die Räume mit viel Geschmack zu einem Platz des Ausspannens und des Träumens gemacht. Den Tipp dazu erhielt er von einem anderen Ober St. Veiter Gastronomen, dem er sein selbst gebrautes Bier verkaufen wollte und der ihn auf die zur Verfügung stehenden Lokation hingewiesen hat.