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Tag des Steirischen Weines 2012 im MQ
Ganz besonders schätzt Wolfgang Obermaier die Steiermark und noch mehr die Kraft die von dieser Region ausgeht. 18 Euro Eintritt sind kein Hinderniss, nein im Gegenteil, sie werden als günstig empfunden. Karten zu verschenken um gut besucht zu sein hat er bei Gott nicht nötig, erzählt er. Die beiden Hallen sind voll mit zahlender und hochinteressierten Besucher, angezogen von Herrn Obermaier, den 64 steirischen Winzern und der Magie die eine Steiermark einfach mitbringt.
Die Neugierde auf die Fassproben des 11er Jahres hat vielleicht besonders viele Besucher angelockt, vielleicht auch die einfache Vergleichsmöglichkeit. Jedenfalls war das Weiterkommen von Tisch zu Tisch Schwerarbeit. Naturgemäss auch keine langen Gesichter bei den Winzern, sehr viel Freude und Stolz, zu Recht!
Gespannt warten wir auf die Herzensangelegenheit von Ing. Georg Regele die Probe vom Morillon.Frau Francina Elise VAN VELDEN kostet sich durch das Angebot des Weingutes.
Ehrenhausen liegt zwischen Graz und Marburg, erreichbar nach der Abfahrt Leibnitz, dem Navi würde ich Ewitsch 34 eingeben. Die Webseite zeigt Steilhänge und eine lange Sorten-Liste. Heute gibt es neben dem “Untertischwein” Morillon auch Weissburgunder, Welschriesling Kranachberg, Sommerrosé Zweigelt, Gelben Muskateller Sulztaler Sulz, Sauvignon Blanc Sulztaler Sulz, Grauen Burgunder Sulztaler Sulz und Traminer zu kosten.
Darüberhinaus auch Muskatellersekt, den die Verkosterin lobt, da sich der Muskatton sehr zurück hält. Blanc de Blancs liegt ihr deutlich mehr. Champagner raunt Frau Van Velden.
Sie freut sich nicht wirklich auf die Probe vom Rosé und ist dann doch positiv überrascht. Der Preis € 5,80, also wohlfeil! Den Welschriesling kostet sie mir zu Liebe und zeichnet ihn freudig als schönen Welsch aus und vergleicht ihm mit Klaviermusik. Kräftige Säure meldet der Gaumen beim typischen Weissburgunder und Freude bereitet der leichte und sehr gut trinkbare Muskateller.
Morillon dürfte wohl nicht zu ihren Lieblingssorten zählen, eine kleine Enttäuschungsfalte auf der Stirne von Herrn Regele verfliegt sofort da der Sauvignon Blanc Sulztaler Sulz als besonders schön eingebunden beschrieben und gelobt wurde. Nicht dabei war diesmal der Grauburgunder, dafür machte der auch nicht so laute Traminer mit 13,5% einen großartigen Eindruck. Sehr frisch auf der Flasche der heftige Reinriesling.
Zum Abschluss ein Traminer Auslese. Ing. Regele beliefert den Handel, man findet seine Weine im Gourmet Spar und Billa und bewirtschaftet mit 12 Mitarbeitern 17,5 ha und kauft 50 ha zu.

Wein aus Graz “Eine Rarität” hier präsentiert von Gaby Schaar unterstützt von Rudolf Thomas Spari dem Schilchermaler. Verkostet hat für uns Mag. Johannes Muchitsch, Patron der Schlossvilla Miralago am Wörtersee. 
Der Betrieb Weinhof Florian wird geführt von Harald Florian, der 18 ha in 7 verschiedenen Gemeinden und vier Bezirken der Weststeiermark bewirtschaftet. Die Grazer Gärten sind eine Besonderheit der Pinot Blanc – GRAZioso, Pinot Gris – GRAZiosa und Welschriesling – GRAZil kommen von dort.
Der von Mag. Muchitsch so hochgelobte Zweigelt Barrique allerdings aus einer Lage in der Umgebung von Graz. Sehr großen Anklang bei seinen Gästen im Restaurant findet der Gelbe Muskateller, er wird uns als absolut extremer 150% tiger Muskateller beschrieben und wird erfolgsmässig hart verfolgt vom ebenfalls überaus beliebten Sauvignon Blanc.
Nicht Thema dieser Verkostung ist naturgemäß der Schilchersturm der aber auf Grund seiner besonderen Güte das Hauptgeschäft vom Weingut Florian darstellt.
Genießerhof Schauer steht auf der Karte von Stefan Schauer. Er ist Absolvent der Wein-Marketing HAK in Leibnitz/Silberberg, hat dann die Welt und deren Weingüter bereist und bearbeitet und studiert jetzt neben seiner Arbeit berufsbegleitend in Wien an der BOKU “Weinbau, Önologie und Weinwirschaft”.
Kitzeck im Sausal in der Südsteiermark ist die Heimat des Familienbetriebes Schauer deren Führung Elisabeth und Karl in der 22. Generation agieren.
Im Jahre 1640 wurde der Hof erstmals urkundlich erwähnt und seit 1752 bewirtschaften die Schauers den Greith Hof, so steht es auf deren Webseite. Hier hat Stefan Schauer möglicherweise einen der besten Plätze ergattert, schaut er doch genau zum Eingang der Veranstaltung, man kann ihn also unmöglich übersehen. Beim Tisch vom Stefan Schauer treffen wir seinen Studienkollegen von der BOKU, Rudolf Fiegl der die Schauer-Weine verkostet und sich als Weißwein-Typ bezeichnet. Er selbst ist Wagramer Weinbauer mit ½ ha Anbaufläche. Den Welschriesling findet er elegant und ausbalanciert . Nach dem Praktikum in der USA hat er die Vielfalt der österreichischen Weine ganz besonders zu schätzen gelernt.
Der Sauvignon blanc Klassik mundet – ein schöner Wein, ganz typisch, elegant in der Nase und nicht aufdringlich (ohne Katzenpisse) – ein Paradebeispiel für einen Sauvignon. Aber der Grauburgunder ist sein Favorit. Toller Wein!
Veltlinertag im MQ 2012
Da uns schon letztes Jahr die Veltliner-Veranstaltung von Wolfgang Obermaier sehr gefesselt hat, wollten wir heuer keineswegs daran vobeigehen und sind schon um 15:00 mit dem Kostglas in der Hand vor dem ersten Verkostungstisch gestanden.
Auffallend war die große Anzahl an wirklich fachkundigen und hochinteressierten Verkostern, die bereits bei den Tischen diskutierend standen und ihre Notitzen verglichen. Das Kosten – Nutzenverhältis und die Eigenheiten dieses Jahrganges waren die Hauptthemen in unseren lauschenden Ohren. Nicht nur Gastronomieprofis nutzten die Chance sich der Rebsorte bewusst zu nähern, auch viele private Kenner nahmen diese Gelegenheit war.
Ziersdorf und Großkruth Seite an Seite, der erste Verkostungstisch natürlich auch umringt von interessierten Kostern, das Weingut Wöber und Späth, Seite an Seite. Wir kommen mit Herrn Anton Wöber aus Ziersdorf ins Gespräch und treffen dort auf Mag. Thomas Burg dem Betreiber der “Faktorei für Grünen Veltliner” hier in Wien.
Veltliner SUR LIE ist hier Thema großartig der Duft und die Fruchtigkeit, Anton Wöber weist uns darauf hin, dieser wunderbare Effekt ist besonders im ersten Halbjahr präsent und verflacht dann etwas. Erreicht wird dieser Geschmackston und die Fruchtigkeit durch das Liegen auf der Hefe, wird uns von Anton Wöber erklärt. Zu trinken bekommen Sie Weine vom Weingut Wöber hier in Wien im Kult-Beisl “Stomach” in der Seegasse im 9ten.
Wir verkosten hier auch den Roten Veltliner der sich im Gegensatz zum grünen Veltliner wohl erst nach einem Jahr zu öffnen beginnt und für den durchaus 5-6 Jahre Lagerung vom Winzer empfohlen werden. Mag.Thomas Burg, Kenner und Veltliner- Exporteur und Botschafter, besonders in Deutschland und Holland empfiehlt den Grünen Veltlinder End des Berges lobt Extrakt und Körper und die in diesem Jahr so rare Säure.
Schon wenige Meter weiter stehen wir sozusagen in Poysdorf und dürfen mit dem dortigen Winzer Rainer Schuckert plaudern und kosten uns duch sein Angebot uns gefällt der Grüne Veltliner DAC Selektion den sie im Weingut Schuckert-Onlineshop um € 8,50 ordern können.
Sehr gut gefällt uns auch der Grüne Veltliner leicht & fruchtig, möglicherweise einer unserer nächsten Sommerweine, erhältlich um € 4,50 ab Hof. Rainer Schuckert erzählt von den Lagen “Alten Geringen” und “Neuen Geringen” und erklärt uns den Ursprung dieser Lagenbezeichnungen. Dem Land etwas abzuringen ist wohl damit gemeint und beleuchtet die Hintergründe des Weinbaus in Poysdorf und die harte Arbeit bis zum Erfolg. Auf seinen 20 ha wachsen über 50% Grüner Veltliner.
Der Verkoster und Weinprofi Kurt Müllechner, bei dieser Veranstaltung auf der Suche nach einer sehr guten Veltliner Reserve unter € 12,00 wird hier nicht fündig obwohl er den Wein geschmacklich doch sehr hoch bewertet. Rainer Schuckert hält es für nicht sehr wahrscheinlich, daß man einen DAC Reserve unter diesem Flaschenpreis bekommen kann. Der Preis scheint für die hier verkostenden Besucher zwar auch ein Thema zu sein, vordergründig geht es hier aber doch um den Gaumen und die Lust auf eine eigenständige und persönliche Entdeckung.
Mag. Thomas Burg hat uns geraten eine Besuch beim Tisch vom Weinhof Pollak nicht zu vergessen.
Seine Entdeckung dort, die vom Winemaker René Pollak gestalteten Grünen Veltliner Primus und Secundus des Weingutes Valerie Studt-Stolberg die als Ur-Urenkelin von Kaiser Franz Josef I die mit Pollaks Unterstützung an die Traditionen der ehemals Kaiserlichen Weingüter anknüpt. René Pollak ausgebildet in der Kremser Schule, hat zusätzlich mit einer Ausbildung als Optiker eine seltene Kombination und eine interessante Kompetenz. Die hefetrüben Fassproben lassen sehr Gutes erahnen. Da fällt mit ein und wenn ich mich recht erinnere hat, einige Sommer zurück, mir eine Grüner Veltliner vom Weingut Pollak sehr große Freude zu einer Forelle im Restaurant “zum Blumentritt” in St.Ägyd gemacht. Wir haben auch den 2011 Weinviertel DAC Stoanan vom Gut Pollak, der um € 6,40 ab Hof angeboten wird verkostet und sehr genossen. Wir danken Thomas Burg für die Empfehlung und geben sie hier weiter!
Jetzt bremst uns das Weingut Johann Topf aus dem schönen Strassertal und wir plaudern dort mit der Familie Matlschweiger aus Wels, die diese Veranstaltung zur Wissenserweiterung zu Gunsten ihres Cateringunternehmens bereist haben.
Christoph Matlschweiger ist hier auf der Suche nach einer Steigerung zu seinem Lieblingsveltliner des Weingutes Sax aus Langenlois und hat sich zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht auf einen bestimmten Winzer festlegen wollen. Gegenkosten kann er die Weine nicht, das Gut Sax ist hier nicht vertreten. Insgesamt macht die ganze Familie eine sehr zufriedenen Eindruck, auch für die Mutter Monika Matlschweiger hat sich die Reise gelohnt.

Hans Peter Topf macht uns mit dem Grünen Veltliner DAC Wechselberg Lösslage, bekannt und erzählt von seinen Neuseeland Erfahrungen. Wir kosten auch die Reserve Erste Lage DAC Grüner Veltliner Ofenberg vom Urgesteinsboden erhältlich ab Hof um € 22,90. Uns haben die Johann Topf Weine sehr gut gefallen, in unseren Plaudereien mit den Besuchern haben nahezu alle Befragten das Gut Joann Topf als besondere Empfehlung auf dieser Verkostung genannt.

Dagmar Reinberger vom Gut Alfred und Dagmar Reinberger aus Grafenwörth lässt uns den Grünen Veltliner Brenner aus südlicher Hanglage probieren. Sandig, würzig beschriebt sie ihn für uns gut verständlich. Sie erzählt, bei diese Veranstaltung ist sie jedes Jahr und das Interesse an Ihren Weinen ist, das können wir sehr gut sehen, groß. Wir verkosten noch den Grünen Veltliner Fumberg vom tiefgründigen Löss und den Roten Veltliner von den Lössterrassen dessen Frucht uns ganz besonders gut gefallen hat.
Michaela Sandler mit besonderer Freude und großem Einsatz hier im Dienst für die Domäne Wachau aus Dürnstein und lässt 3 bereits abgefüllte Lagenveltliner und 2 Fassproben verkosten. Ihre Aufgabe im Shop des Gutes und als Führerin in den Kellern macht Sie mit ebensolcher Freude und Energie auf deutsch und englisch berichtet sie nebenbei. Wir können uns das sehr gut vorstellen.
Für die Beurteilung der Weine bekommen wir Unterstützung von Günther Schweiger,

einem überaus genauen und fleissigen Verkoster dieser Veranstaltung. Er berichtet, 120 Weine zu kosten ist er absolut in der Lage, wobei er wohl gesteht, bei Nummer 80 kann Ihn wohl eine kleine Depression zurückwerfen. Sein Geheimnis: Immer spucken, ein klarer Kopf die Grundvoraussetzung.

Er beurteilt die Domäne Wachau pauschal als Anbieter besonders sauber gemachter Weine und weist auf seine Favoriten den Grünen Veltliner Steinfeder Hochrain mit seiner hohen Extrasüße als sehr guten Speisebegleiter hin. Für Michaela Sandler ist der Grüne Veltliner Federspiel Kollmitz der Favorit.
Wir können uns nicht entscheiden und kämpfen uns durch das mittlerweile unglaublich intensiv gewordene Getümmel weiter zu Franz Leith aus Fels am Wagram
der im Dauerfeuer der Koster steht und sich seiner Rolle als besonders hochbewerteter Winzer mit besonders hochgeschätzten Weinen durchaus bewusst ist. Der Grüne Veltliner Schafflerberg, sowie der Brunnthal Erste Lage und der Scheiben Erste Lage werden uns als die absoluten High Lights der heutigen Veranstaltung von etlichen Verkostern genannt. Kellermeister ist der Sohn Franz junior gelehriger Schüler seines Vater und der Klosterneuburg Schule. Franz Leith sen. ist Weitreisender in Dienste seiner Weine und seines Gutes und erzählt uns geduldig von den nächsten Abstechern nach Finnland und Schweden seinen wichtigen Exportmärkten.
Uns überrascht das Preisnivau und begeistert die Energie des Menschen und der Weine.
Mit vorgerückter Stunde wird die Ovalhalle gestürmt, wir gratulieren dem Veranstalter und den Winzern und flüchten. Zum nächsten Event von Herrn Obermaier wollen wir lieber doch noch früher kommen.
Ein Abend im fresko
Als Ober St.Veit noch hauptsächlich ein Weinort war, mit Winzern und Heurigen, Maria Theresia das Schloss neben der Kirche als Sommersitz bereiste, sind die kleinen Winzer- und Bauernhäuschen in den Gassen des ehemaligen Wiener Vorortes entstanden.
| Trippa kochen:Zwiebel und Knoblauch mit Lorbeerblättern anrösten, Peperoncini und die nudelig geschnittene Kutteln dazugeben.Mit Weisswein ablöschen und mit Gemüsesuppe aufgiessen, Ligurische und Calamata Oliven dazugeben mit Thymian, und Origano und Salz würzen. Paradeissauce dazugeben und nach dem Rühren und Aufkochen mit 2 Fingerbreit Suppe bedecken.3 Stunden köcheln lassen. |
Direkt unter der Kirche ist heute eine kleine Lokal- und Einkaufsmeile und mitten drinnen, an prominenter Stelle, das älteste Haus von Ober St.Veit, das ehemalige Fleischerhaus am Hauptplatz. Fünf Generationen haben hier geschlachtet und dargeboten, sozusagen der Bauch des Örtchens. Heute werkt hier im Haus Heinz Futterknecht in seinem Fresko, das er liebevoll in das Gebäude eingearbeitet hat.
Ein Weinplatz mit mediterraner Küche, die hier dem österreichischen Wein gegenübergestellt wird. Giovanni, sein Koch, von den Gästen Gianni genannt, kocht hier Ungewöhnliches, zum Beispiel Kutteln auf ligurische Art.
Wir erfahren von den gravierenden Unterschieden zwischen Blättermagenkutteln und dem Pansenmagen, erkundigen uns über die Zubereitung und das Rezept. Nicht genannt werden die Lieferanten der äußerst raren Zutaten, es bleibt uns also Giannis Küche als Quelle für den Genuss.
Klar, es gibt eine Karte, lieber ist es aber beiden Teilen, den Gästen und dem Koch, wenn er direkt am Tisch stehend, von den Zutaten, die bereit liegen, berichtet und seine Ideen kundtut, die er bei einer eventuellen Zubereitung verfolgen will, während er vorerst die köstlichen Fantasiegebilde der Gerichte in den Köpfen seiner Zuhörer entstehen lässt.
Die Getränkeberatung vom Aperitiv bis zum Fluchtachterl lässt sich der Hausherr nicht nehmen. Leidenschaftlich empfiehlt er den Chardonnay Hochgrassnitzberg 2009 zum Meeresfüchteteller seines Koches. Das Weingut Arnim Polz Kiefer aus Spielfeld, von Heinz Futterknecht für sein Lokal entdeckt, liefert ihn.
Alternativen von diesem Gut sind der Welschriesling 2009 und ein wunderbarer gelbe Muskarteller 2010.
| Weitere Besonderheiten: Spitze ist der Gelbe Muskarteller 2009 vom den Brüdern Fuchs aus Glanz bei Leutschach.Heinz Fink vom Göttweiger Berg liefert den Grünen Veltliner Riede Spittenberg.Vom Weingut Migsich aus Antau bei Mattersburg kommt der Goethewein 2008, in schönem dunklen Rubin. |
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Heinz Futterknecht ist bereits 10 Jahre vor seiner Pension zum Weinexperten geworden, er hat mit diesem Lokal seine Frühpension zum Aktivsein verwandelt und eine neue Lebensmitte erschaffen. Hier über dem Maria Theresianischen Kartoffelkeller, der ehemals mit langen Gängen mit dem Schloss Schönbrunn verbunden gewesen sein soll, hat er ein Bachusfresko an die Wand malen lassen und die Räume mit viel Geschmack zu einem Platz des Ausspannens und des Träumens gemacht. Den Tipp dazu erhielt er von einem anderen Ober St. Veiter Gastronomen, dem er sein selbst gebrautes Bier verkaufen wollte und der ihn auf die zur Verfügung stehenden Lokation hingewiesen hat.
Veltliner Tag im MQ in Wien
Einen ganzen Nachmittag und Abend lang konnte man sich am 15. März 2011 in der Ovalhalle des Museumsquartiers an “der”österreichischen Weinsorte erfreuen – dem Grünen Veltliner. Stolze 68 Winzer boten dem weinbegeisterten, pardon veltlineraffinen Publikum ihre Kreationen zur Verkostung vor.
Alle Winzer waren sich einig, dass die Journalisten zu früh über den Veltliner Jahrgang 2010 berichtet haben und damit einen falschen Eindruck erweckt haben.
“2010 war ein grenzgenialer, aber auch ein sehr arbeitsintensiver Jahrgang“ berichtet Alwin Jurtschitsch vom Sonnhof. “In diesem Zusammenhang war ich froh, dass ich auf 30 Jahre Erfahrung meiner Eltern zurück greifen konnte”. Dieser typische österreichische Wein ist heuer total harmonisch gereift. Wir haben uns mit Ernte Zeit gelassen, die Ernte der Lagenweine hat sich bis Mitte November hinausgezogen.
Das Ergebnis: Fruchtigkeit. Wir haben im Bioweinbereich bewiesen, dass wir auch mit biologischen Anbaumethoden spät ernten können.
Jungweinschnuppern auf historischen Spuren in Jedenspeigen am 12.3.2011
Im Osten durch die March von der Slowakei getrennt, im Norden an Tschechien grenzend, im Süden und Westen an Wien und das Marchfeld treffend, liegt das südliche Weinviertel mit dem historischen Ort Jedenspeigen. Auf diesem geschichtsträchtigen Boden fand im Jahre 1278 eine der größten Ritterschlachten aller Zeiten statt. Rudolf I. von Habsburg stellte sich hier gegen Ottokar II. und legte hier den Grundstein für die österreichische Habsburger Regentschaftsdynastie.
Das heutige Thema ist aber die Präsentation der Jungweine des Jahrganges 2010 von 18 Winzern der Umgebung Jedenspeigen und Sierndorf. Eingeladen in die Presshäuser, Stüberln und Weinkeller haben die Winzerinnen und Winzer zur Verkostung und Labung mit so manchen Schmankerln. Das Wetter war erstmals frühlingshaft und warm, und die Kellergassen waren so gut besucht wie noch nie.



























